Künstlerischer / bürgerlicher Werdegang

Turniere

1987 Mitgewinner St. Ingberter Pfanne
1991 Südwestfunkförderpreis
1992 Landeskulturpreis Baden-Württemberg „Chanson“
1993 1. Platz Kabarettpreis der Stadt Wien „Wiener Hugo“
1996 1. Platz bei Paulaner Solo, Kabarettpreis München
1997 „Stern der Woche“ Abendzeitung München
1997 1. Platz „Münsteraner Wiedertäufer“ Kabarettpreis Münster
1998 2. Platz Kulturpreis „Westfälische Nachrichten“ Bielefeld
2000 1. Platz „RuhrPott“ Satirikerpreis Deutscher Journalistenverband NRW
2003 1. Platz Satirecontest „Böblinger Mechthild“
2004 3. Platz „Scharfe Barte“ Melsungen
2010-2011: Mittlerer Rang bei „Kabarettbundesliga“
2017 2. Platz „Scharfe Barte“ Melsungen
2018 Gewinner Kleinkunstpreis Baden-Württemberg

 

Lebenslauf

Herrmann wird minderjährig aus dem Augsburger Umland ins badische Freiburg versetzt. Er startet sein Leben neu, als Künstler.
Im Abschlussstück der vierten Grundschulklasse an der Weiherhofschule Freiburg bekommt er eine Reserverolle als „Riese Wellewatz“. Drei Tage vor Aufführung erkrankt der Hauptdarsteller an Lampenfieber. Ersatzriese Herrmann kommt zum Einsatz. Obschon einer der Kleinsten im Ensemble, stürzt er sich mit Feuereifer in die Aufgabe, ein halber Riese, allerdings zum Ausgleich unterm Kittel mit diversen Kissen breiter gemacht. Bei der Schlußverbeugung erhält Herrmann stehende Ovationen, damit ihn das Publikum besser sehen kann. Zwischen 1968 – 72 erste Downhill-Mountainbike-Rekorde im Rosskopfgebiet-Ladstatt, sowie Zähringer Burg. Narben heute noch vorhanden. Damals hiessen die Mountainbikes noch „Mutti-Bikes“, hatten 28-er Reifen, vorne eine Stempelbremse mit Reibwirkung auf den Mantel des Vorderrades, hinten Rücktrittbremse. Zur Eindämmung der Waldbrandgefahr wurde die glühende Hinterachse im Hochsommer auf natürliche Weise gelöscht. Der halbe Riese bleibt Lebensthema von Martin Herrmann. Als er in der Unterprima versehentlich den halben Riesen turnt – das ist eine Riesenfelge im Ristgriff vorlings rückwärts, auf halbem Wege abgebrochen – ermuntert ihn sein Lehrer zum Sportstudium. Hier erfindet Martin Herrmann den nach ihm benannten „Herrmann-Kreisel“: Salto rückwärts mit halber Drehung bei permanentem Bodenkontakt. Herrmann absolviert auch noch das zweite Staatsexamen und kann als fertiger Assessor des Lehramts für Sport und Biologie das bürgerliche Über-Ich abhaken, um sich im Herbst 1996 den wichtigen Dingen des Lebens zu widmen: Ragtime-Fingerpicking, lustige Lieder. Allerdings muß vorher noch eine fünfjährige Festanstellung als Nebenlehrer in München-Pasing überwunden werden – aus Gewissensgründen. Zunächst stark auf den klassischen witzigen Song konzentriert, arbeitet sich Herrmann bei seinen Auftritten immer mehr zum standup-Wortmann hin, bis er bei seiner heutigen Mischform angelangt ist. Diese Form wechselt zwischen gereimten und vertonten Texten, im Genre satirisches Kabarett und versetzt Herrmann in die Lage, ein Publikum mit unaufwendigen Mitteln einen Abend lang sehr kurzweilig in Schach zu halten. Troubadour Herrmann lebt als freier Kabarettist in ganz Deutschland, Rastplatz: Heidelberg. Wegen dem Berg.
Als Redakteur der zweiten Generation „Pardon“ während 2004 – 2008 mit Chefredakteur Bernd Zeller Forschungen zur Struktur des Komischen an sich durchgeführt. Die Achse Zeller-Herrmann blieb erhalten und erzeugt permanent Eruptionen hochgradigen Humors.