Dass der Mensch ein Virus ist und bloss Schaden anrichtet, war schon lange klar, aber dass er durch seine Wasserumverteilerei die Erdachse verschoben hat, will uns nicht einleuchten. Bzw. leuchtet ein, aber was soll daran so schlimm sein? Auf diesem Planeten haben sich im Lauf der Jahrmillionen ganze Ozeane umverteilt und trotzdem rotiert die Kugel noch. Wir erinnern uns vage an den Titel eines Songs aus der Mundorgel „Der Globus quietscht und eiert…“, ein Lied, das uns degenhardtverwöhnte Songinterpreten damals zu Lagerfeuerzeiten nicht sonderlich berührt hat und wenn wir heute recherchemässig youtuben und die Lieddarbietung sehen von so einem Batschkapptypen, der uns erstmal unnötig zulabert bevor er mit – man muss es leider so sagen – minderwertigem Gitarreschrammeln den recht einfältigen Song abschruppt und -schrammelt, dann schalten wir schnell ab, holen die Klampfe raus und spielen das heute so gültige und unendlich stärkere Lied von Degenhardt „In den guten alten Zeiten“, und freuen uns auf die Liedstelle „und der Globus drehte sich nicht plötzlich rückwärts und im Kreis / doch man schaffte rüstig, bis es dann gelang, wie jeder weiss – und da war schluss mit jenen Zeiten…“
