Ölkrise und Demutsbereitschaft

„Wann endet diese verdammte Ölkrise?“ fragt der Podcaster der ZEIT. Wieviel Verzweiflung quillt da aus dem einfach gestrickten Gedankenbeutel. Als ob die Krise aus dem Nichts gekommen wäre, eine Art Gottesurteil und nur durch Mächte des Schicksals zu beenden. Oder durch Eingreifen eines Allerhöchsten mit Verdammungshoheit. Anstatt dass diese Schmalhirn-Influencer erkennen, dass die Öl-Krise ja bereits das Eingreifen der höheren Kraft darstellt, als eine scharfe Mahnung mit dem Hintergrund: Was habt ihr aus eurer Gottesgabe Verstand gemacht!? Jahrzehntelang hattet ihr Zeit, den grünen Wasserstoff zu entwickeln, das einzig sinnvolle Speichermedium für Ökostrom aus Wind und Sonne, Ökostrom, den die Reiche-Mafia abregelt und nicht ins Netz lässt aus fadenscheinigen Gründen wie Netzkompatibilität und pipapo. Früher tönten sie noch, dass Solarstrom zu teuer sei, jetzt haben wir soviel davon, dass die Fossilmafia die Solar-Konkurrenz einfach wegdrückt und Windkraftwerke „abregelt“. Wasserstoff, der Kraftstoff einer nachhaltigen Energiewirtschaft, könnte inzwischen zur Verfügung stehen wie Trinkwasser. Dieses war ja noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts auch keine Selbstverständlichkeit. Und da beten sie mit demütigem Augenaufschlag zu irgendeiner Gottheit des Erdöls, dass es doch bitte so weitergehen möge wie bislang. Naja. Die Digitalisierungsapostel glauben ja auch, dass durch Unterwerfung in absolute Angreifbarkeit und Verblödung alles so weitergeht wie bisher.