Soeben hat sich der US-Präsident den Kollegen Maduro aus Venezuela kommen lassen, um endlich alte juristische Vorwürfe zum Thema Drogenproduktion aus dem Weg zu räumen. Völkerrecht? Ja, Völkerrecht, natürlich. Zum Thema Völkerrecht haben sich soeben sehr schnell die Völkerrechtsspezialisten gemeldet: Russland und der Iran. Beide monieren den Trumpschen Übergriff als völkerrechtswidrigen, aggressiven und bewaffneten Akt. Ja, das sind die Richtigen. Wenn sich da einer auskennt, dann die. „Russland hat den US-Militärangriff als „verwerflich“ verurteilt. Es gebe keine Rechtfertigung für diese „bewaffnete Aggression“, erklärte das Außenministerium in Moskau. Der Iran sprach von einem „aggressiven Akt gegen einen unabhängigen Staat“. Hinterher ist jeder klüger. So hätte der Trump doch auch den aktuellen Krieg beenden können (und wir hatten das doch alle ein bisschen im Hinterkopf, bei diesen Staatsempfängen, oder?): den einen Teilnehmer hatte er ja schon und der andere kam freiwillig hinterher. Die hätte man doch bei bestem Amerikanischen Wasser und Brot miteinander an den kleinen Runden Tisch setzen können, da, wo man die Insassen festmacht und nach zwei drei Tagen (Stunden?) wäre der Friedensplan ausgehandelt gewesen. Und wer hätte nach dem Völkerrecht gerufen? Aber man lernt halt dazu, im Alter vielleicht etwas langsamer. Völkerrecht? Ja, natürlich, schlimme Sache, aber die Hauptlast tragen doch jetzt unsere Süchtigen! Die Verschiebeachse Venezuela liegt bis auf Weiteres still. Für Einstiegswillige: besser erstmal nicht süchtig werden.
