Harvey Weinstein hat soeben sein Gefängnis verklagt. Möglicherweise führt sein Aufenthalt zu wichtigen und überfälligen Anpassungen im Betriebsablauf, die Direktoren zittern erwartungsfroh hinterm Schreibtisch. Der Mann bringt sich ein, wo er leibt und lebt. Wir verdanken ihm die #metoo Bewegung und bald die Knasterneuerung. Aber dann erwischt er uns kalt: „Auch Rose McGowan, die Weinstein beschuldigt hatte, sie sexuell missbraucht zu haben, kritisiert er in dem Interview. Er wirft ihr laut„TMZ“ vor, trotz einer früheren außergerichtlichen Einigung über 100.000 US-Dollar ihre Geschichte ausgeplaudert zu haben.“ Was? Er ist beleidigt, weil die Dame nicht den Mund gehalten hat, trotz Schweigegeld? Wenn diese rührende Naivität nicht gespielt ist – und alles spricht für deren Echtheit – dann hat dieser Mann ein derart naives präpubertäres Idealbild von der Frau an sich, dass er unmöglich jemals in echten Kontakt mit solchen Wesen gekommen sein kann. Dann ist Weinstein unschuldig und muss sofort freigelassen werden.
