Harvey Weinstein hat soeben sein Gefängnis verklagt. Möglicherweise führt sein Aufenthalt zu wichtigen und überfälligen Anpassungen im Betriebsablauf, die Direktoren zittern erwartungsfroh hinterm Schreibtisch. Der Mann bringt sich ein, wo er leibt und lebt. Wir verdanken ihm die #metoo Bewegung und bald die Knasterneuerung. Aber dann erwischt er uns kalt: „Auch Rose McGowan, die Weinstein beschuldigt hatte, sie sexuell missbraucht zu haben, kritisiert er in dem Interview. Er wirft ihr laut„TMZ“ vor, trotz einer früheren außergerichtlichen Einigung über 100.000 US-Dollar ihre Geschichte ausgeplaudert zu haben.“ Was? Er ist beleidigt, weil die Dame nicht den Mund gehalten hat, trotz Schweigegeld? Wenn diese rührende Naivität nicht gespielt ist – und alles spricht für deren Echtheit – dann hat dieser Mann ein derart naives präpubertäres Idealbild von der Frau an sich, dass er unmöglich jemals in echten Kontakt mit solchen Wesen gekommen sein kann. Dann ist Weinstein unschuldig und muss sofort freigelassen werden.
Weltall im Griff der Teleskope
Jetzt hilft KI mit beim D
urchschauen der Ergebnisse unserer Weltallteleskope und schau, sie findet Anomalien. Gleich soviele. Aber sonst findet sie nix. Genau wie zig Generationen von Weltallguckern: bloss Staub, Kugeln, Licht und Dunkelheit. Und ganz viel Leere. Hey, da draussen ist nix, war nie was und wird nix sein. Wir sind die einzigen. Leider, oder zum Glück. Aber macht ruhig weiter. Das ganze Geld ist ja nicht weg, irgendjemand hat es bekommen. Jemand anders halt. Wenn das Hubble-Teleskop seinen Blick mal statt ins All auf das irdische Leben richten würde, könnte die KI noch viel mehr Anomalien entdecken.
Hormus: Arteriosklerose für fossilen Treibstoff
Die fossile Energiewirtschaft leidet an Atherosklerose, der Kanal wird immer enger, es drohen Thrombus und Infarkt. Der Transportweg für fossile Energie macht schlapp, vorauseilend steigen die Preise, manche heulen schon dem Habeck hinterher. Hätte man mal den eigenen Weg zum Wasserstoff ausgebaut, aber nein, lieber schmeissen sie riesige Mengen an Ökostrom weg, anstatt ihn einfach zu speichern. Als was? Genau: als Wasserstoff. Moderne Energie, selbstgewonnen, auf eigenem offshore Territorium ohne Fremdeinwirkung, ohne Huthi-Rebellen und Mullahbedrohung! Einfach verhunzt und vertan. Und diese komische Reiche will unsere Chance auf die eigenen Ölquellen der Zukunft, den grünen Wasserstoff, fossilen Lobbywölfen zum Frass vorwerfen! Wir rufen es weiterhin in die Wüsten der Welt: grüner Wasserstoff ist die einzig zukunftsfähige Lösung. Und nein, der ist nicht teuer, der kostet gar nichts. Der kostet nur den Strom, den man zur Zeit noch „abregelt“ – auf deutsch: wegschmeisst. Ach ja, die Lobby.
PS: Arterio-oder Atherosklerose meint dasselbe, aber das eine klingt halt irgendwie kompetenter. Wir können beides.
Wählen gehen! Wählen gehen?
„Du musch wähle gehe, isch so wichtig! Grad heutz’tag!“ Du musst wählen gehen, ist so wichtig, gerade heutzutage, sagen die, die es wissen müssen. Dann gehst du wählen und sie fragen dich:“ Was hesch gewählt?“ Was hast du gewählt? Und du sagst was du gewählt hast. „Wärsch besser nit wähle gange!“ Wärst besser nicht wählen gegangen, sagen dann die, die es wissen müssen. Demokratie ja, aber nur so, wie es mir passt. Die Hintern werden immer breiter, und die Hirne immer flacher und wehe, da will einer was dran ändern. Dann gehen wir wählen! Aber sowas von!
Ewigkeits-Speicher von Microsoft
Microsoft entwickelt einen Datenspeicher aus Spezialglas. Die Daten werden da reingebrannt und sind 10000 Jahre ablesbar. Toll, aber an was wieder mal nur wir gedacht haben: schon in 10 (zehn) Jahren gibt es kein Programm mehr, welches diese Daten lesen kann. Vielleicht aber wieder in 10000 Jahren, durch Evolution.
Bahnt sich was an: Stars und ihre Beziehungen
Was uns Aussenstehende und normalen Leute ja nun wirklich überhaupt nichts angeht, sind die Unterhosen von anderen Leuten, besonders die von berühmten Leuten. Trotzdem giert eine Mehrzahl von Menschen nach Informationen aus diesem dumpf-miefigen Bereich ausserirdischen Lebens. Was heisst da Mehrzahl – man geht davon aus; die Algorithmen habens errechnet und wir glaubens. Immer wieder stolpern wir optisch über Schlüpfer-Schlagzeilen, wo Berühmtheiten das Ende ihrer Beziehung bekanntgeben. Irgendein Jeanpierre hat sich von so einer Vanessa getrennt. Jetzt erfolgt wieder eine Annäherung, meldet der Mediensumpf. Man hat Jeanpierre mit seiner Ex in einer Kneipe gesehen. Ja und? Sie sind zusammen – brüllen die Schleimhautapologeten. Wir sagen, ja, beim Essen. Ist das schon Beziehung? Bedeutet das schon Alimentekompatibilität? Was, wenn die beiden einfach so zufrieden sind? Der eine liest was, die andere klickt sich durchs Internet, alles auf einem Sofa. Schock: Was, wenn es dabei bleibt? Die Medien glauben das nicht, wollen das nicht glauben, sie urteilen aus der eigenen Unterhose heraus und in eure hinein. Und ihr fallt drauf rein. Leider, doch, da ist nix, Leute, da ist jedenfalls nicht das, was ihr euch zusammenträumen müsst, getrieben von den Dealern der Klicksucht. Und PS.: Der Typ heisst nicht Jeanpierre, sondern Raul mit so einem komischen Apostroph, den wir aber zu faul sind zum Suchen und Jeanpierre meint doch ziemlich dasselbe. Wir hoffen, ihr seid uns deswegen nicht instagram. (Instagram! So ein blöder Name, aber wers braucht…)
