Gehackte Herzschrittmacher

Dass Digitalisierung Vorteile bringt, sei unbestritten, zumindest für die Zeughersteller und -verkäufer. Jetzt meldet das  Ärzteblatt dass kabellose Herzimpantate Cyberattacken ausgesetzt sein können. Folge sind Textmeldungen wie: ‚…entweder du zahle oda mia mache die Schritte aus.‘ Darüber sollen jetzt die Patienten vor der OP informiert werden.„Moderne Herzimplantate, die kabellose Informationen übertragen, verbessern zwar die Lebensqualität und Autonomie der Patienten, aber können auch neue Gefahren durch Cyberangriffe mit sich bringen“, erklärte Leanne Torgersen…Durch die Einbeziehung von Informa­tionen über Cyber-Risiken in den Prozess der informierten Zustimmung werde den Patienten die Autonomie gegeben, die bestmögliche Entscheidung zu treffen, so die Arbeitsgruppe.
Wieder klingt es nach Entscheidungsfreiheit, nach Wahl, nach Demokratie und vielleicht sogar nach Menschenrecht. Aber was kann das Opfer..sorry, der Patient denn wählen? „Ich hätte gern die Technik mit Kabel, ohne Internetzugang…“ Das soll eine Entscheidung sein? Das ist aber arg autonom. Wer sowas will, ist für die moderne Medizin schon gestorben. Sowas von unsozial. Wenn da draussen einer nix kann ausser Cyberhacking, dem muss man doch auch mal eine Chance geben. Der muss mitmachen dürfen in der Wirtschaft, Inclusion nennt man das. Ausserdem geht heut sowieso alles online. Medizinischer Fortschritt ist, wenn der Schrittmacher fort ist.

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