Die Spargelzeit beginnt und viele freuen sich auf das Gemüse, welches noch vor weniger als hundert Jahren als sog. „Arme-Leute-Essen“ auf den Tisch kam. Heute sind die faserigen Stangen versnobt zum Kultgenuss und haben auch nicht mehr Vitamine als anderes Pflanzenzeug. Dafür bekommt Urin eine kräftige Duftnote. Dies wiederum erzeugt das Gefühl, dass sich im Körper ordentlich was getan hat und macht zufrieden. Weil so ein Spargel vom Erscheinungsbild her phallisch wirkt, wollten schon frühe Querdenker potenzfördernde Eigenschaften gesehen haben im Spargel, und unsere zeitgenössischen Theoretiker erkennen sogar die Tendenz zum safer Sex in den kondomartigen Plastikbahnen auf den Spargelfeldern. Genauso gscheit ist der Chines, der den Elefanten wegen dem Stosszahn abknallen lässt. Der besteht zwar bloss aus Zahnschmelz, aber er sieht ja so phallisch aus. Der Chinese nimmt allerdings den Stosszahn in zerriebener, zermahlener, also gebrochener Form ein, aber scheints juckt ihn das nicht. Möglicherweise funktionierts ja sogar als Globuli. Ob Stosszahn oder Spargel, frauenfeindlich ist der ganze Schmonzes allemal. Die deutsche Kultfrau weiss doch nie: Liegts an mir oder wars der Spargel?
Grün-Wasserstoff als eigene Ölquelle
Die Sklerose des Suezkanals schreitet voran, fossile Energie wird immer teurer, die Politik schaut dumm aus der Wäsche und die Welt schnallt, dass diese Flaschenköpfe all die Jahrzehnte kaum etwas bewegt haben. Sie regeln die Windkraft ab – weil das Netz nichts taugt, sagen sie. Ja dann speichert den Strom einfach! Aber nein, statt dass man einfach zwei Kabel ins Wasser hängt und den Strom als Wasserstoff auffängt, schalten sie die Generatoren ab. Ganz Gscheite lamentieren, dass Wasserstoff zu teuer sei. Ob diese Leute die Sonne fürs Scheinen bezahlen müssen? Wie auch immer: Schon in zwei drei Wochen wird die Bilanz besser aussehen.
Antidepressivum: Wilhelm, der freundliche Buschkobold
Für Freunde des Impressionismus, ja Pointilismus: der freundliche Buschkobold. Nett, wenn man so freundlich gegrüsst wird. Tip für Depressive: einfach mal in einen Busch schauen. Irgendwann schaut der Busch in einen zurück. Und zwar freundlich. Wer es nicht sieht: rechts der Ausschnitt. Einfach etwas zurückgehen, auf ca 30 cm. Wie hiess Deutschlands bis heute grösster Zeichenhumorist? Genau. Wilhelm Busch.
Rehaugen-Hagel immer noch beleidigt
Die Rehaugen-Frage: Ist das noch professionell oder hat the länd noch mal Glück gehabt? Herr Hagel (CDU) redet von Hinschmeissen und ist offenbar immer noch beleidigt wegen seiner „braunen Rehaugen“. Ja dann lasst doch mal den Hagel in Ruhe! Der kann doch auch nichts dafür, dass er so guckt!
Legastenie? Bücherregal als Garderobe!
He Leute! Ihr könnt nicht mehr lesen? Piepegal! Nutzt eure Bücherregale als Garderobe! Wenn ihr vom Sport kommt und zu faul seid, den Kleiderschrank zu durchforsten – einfach ans Bücherregal. Bücher zu Kleiderhaken, Bildung mal praktisch. Hier der Lehrfilm
Harvey Weinstein erneuert das Gefängnis
Harvey Weinstein hat soeben sein Gefängnis verklagt. Möglicherweise führt sein Aufenthalt zu wichtigen und überfälligen Anpassungen im Betriebsablauf, die Direktoren zittern erwartungsfroh hinterm Schreibtisch. Der Mann bringt sich ein, wo er leibt und lebt. Wir verdanken ihm die #metoo Bewegung und bald die Knasterneuerung. Aber dann erwischt er uns kalt: „Auch Rose McGowan, die Weinstein beschuldigt hatte, sie sexuell missbraucht zu haben, kritisiert er in dem Interview. Er wirft ihr laut„TMZ“ vor, trotz einer früheren außergerichtlichen Einigung über 100.000 US-Dollar ihre Geschichte ausgeplaudert zu haben.“ Was? Er ist beleidigt, weil die Dame nicht den Mund gehalten hat, trotz Schweigegeld? Wenn diese rührende Naivität nicht gespielt ist – und alles spricht für deren Echtheit – dann hat dieser Mann ein derart naives präpubertäres Idealbild von der Frau an sich, dass er unmöglich jemals in echten Kontakt mit solchen Wesen gekommen sein kann. Dann ist Weinstein unschuldig und muss sofort freigelassen werden.




