Fliegenweibchen können Nein sagen! Evolutionärer Vorsprung?

Am 22.7. haben wir das Verhalten frustrierter Fruchtfliegenmännchen veröffentlicht, welche wie gemeldet bis zu fünfmal mehr Alkohol trinken, als Geschlechtsgenossen, die bei den Weibchen erfolgreicher sind. Wir stellten die Hypothese auf, dass die geschlechtlich erfolgreichen Männlein zwar gerne mitsaufen würden, aber die Frau erlaubt es nicht. Mag sein oder auch nicht. Die Studie zeigt ein viel wichtigeres Ergebnis: Offenbar können Fliegenweibchen Nein sagen! Da denkt der Laie doch immer, dass so Fliegen einfach aufeinander hocken und dumm rummachen, aber nein, die weibliche Fliege ist wählerisch! Und das, obwohl sie hinten keine Augen hat. Sie merkt, wer da landet und sagt nein. So und jetzt kommt der Bezug (s. Beitrag v. 18.2.25): Menschenfrauen haben hinten höchstens ein Arschgeweih, damit sehen die nix. Anfang Jahr haben Menschenfrauen gegen die Ablehnung einer Reform des Abtreibungsparagraphen demonstriert, weil für viele die Abtreiberei einfach zu kompliziert bleibt. Arztbesuch, Beratung und und und. Eine Schwangerschaft, die abgebrochen werden soll, wäre womöglich besser gar nicht erst entstanden. Liebe Frauen, nehmt euch doch einfach ein Beispiel an den Fruchtfliegenweibchen und sagt: Nein. Vorher. Ach, das habt ihr getan? Und euer  – wie sagt man: Partner? – hats nicht kapiert? Kam der vielleicht grad vom Saufen mit den anderen Männchen? Dann da in Zukunft besser drauf achten.

Cocaineblues, renoviert

Hanes Wader und Cocaineblues – wer könnte das trennen? Toller Song, mussten bisschen den Text renovieren, aber nur vom Text her. Melodie: Hannes Wader / Keith Richards / Reverend Gary Davis

 

Evolutionsforschung: 5 Körperteile am Mensch verschwinden

Momentan machen sich sog. Satiriker lustig über die BILD-Zeitung, wo sog. Forscher verkünden, dass wir Menschen bald bis zu fünf Körperteile verlieren werden, ausgemustert wegen Nichtgebrauch. Leider argumentieren Satiriker wie Forscher auf veraltetem Evolutionsverständnis: dass zb. die Ohrmuskulatur, die uns vor Millionen Jahren die Ortung von Schleichfeinden per Ohrmuschelausrichtung ermöglicht hat, nur noch ein Partygag sei. Das ist falsch. Gerade dieser Partygag führt doch während oder nach der Party zur Weitergabe des Ohrmuskel-Gens, weil heute schon die meisten Fortpflanzer/innen glauben, das Ohrenwackeln sei lustig und/oder genial.

Minderjährige bohrt Loch in Schädel

Österreich: Weil die Mama Chirurgin es erlaubt hat, bohrte ihre 13 jährige Tochter einem Notfallpatienten ein Loch in den Schädel. Die Mutter hält offenbar nichts vom digitalen Simulationstraining. Zum Glück wars der richtige Patient und nicht so ein akuter Blinddarmnotfall. Aber das hätten die sicher genauso souverän gemanagt:  „Jo wos schimpfns denn so umanand! Jetzad homs hoid a Loch in Kopf, oba dafüa homs wenigstens no Ihrn Blinddarm drinnen.“

Turbogeil: geblitzt bei 300 Sachen

Dass unsere Freunde von drüben das Brummbrumm machen auf der Autobahn als Menschenrecht empfinden – geschenkt. Die Reaktion auf gefühlte tausend Jahre Trabbi schäumt manchmal über, das Gefühl des Zukurzgekommenseins muss raus. Aber dass jetzt einer in Sachsen o.ä. mit über 300 durch eine Blitzanlage brettert, zeigt, wie tief da der Reaktorkern von „Freie Fahrt für freie Bürger“ durch-geschmolzen ist. Nur Fliegen geht schneller – glaubt die Presse und schreibt: „Der Raser flog durch eine Geschwindigkeitsmessung auf“. Auf? Wieso auf?

Wenn ein Logo ungewollt Schwäche offenbart

Auf „Republik“ wird die Bezahlschranke vermeintlich weltoffen und multikulturell per Logo-Grafik dargestellt: eine Frau mit ethnologisch bedeutendem Dutt, der in seiner Straffheit streng katholisch spanisch-südamerikanisch anmutet, marschiert mit blöde aufs Handy gerichtetem Blick voll Rohr ins Loch auf dem Asphalt, in dem die dumme Nuss jetzt jämmerlich verschwinden müsste, würde nicht ein hilfreicher Kellner von unten ein Tablett als Brücke bereit halten. Was soll uns diese Grafik sagen? Dass aus frauenverachtenden Kulturen jetzt auch starke Frauen herausmarschieren? Die zwar so dumm durch die Welt dappen wie all das Displaywischervolk der Wohlstandsländer, aber durch die Gastroindustrie auf sicherem Boden stehen? Wir brauchen da den Artikel nicht zu kaufen, weil sofort Assoziationen völlig kostenfrei ausgelöst werden: Wellnesstoleranzler, Multikulti-Naivität; als Toleranz verbrämter Herrschaftswunsch, sprich: verkappter Kolonialismus; Männer, die Frauen in ihrer Doofheit bestärken, um sie leichter ausnutzen zu können…usw. Man sieht, dass es auch ohne Bezahlen zu Denkarbeit kommen kann, bloss wegen dem Logo. Und das am Sonntag.