.“Warmherzige Umarmungsperson“ – so beschreibt Prinzessin Kate die Heiratsherzogin Meghan. Wir sind geschockt. In royalen Kreisen wird Anstand und Verlässlichkeit durch zurückhaltend-coole Noblesse dargestellt, eine „warmherzige Umarmungsperson“ klingt nach jener Abschaumrhetorik, die politisch korrekt für Berufsversager verwendet wird: „…hat sich stets bemüht…nach Kräften bemüht…“. Und Prinzessin Kate hat ja sowas von Recht! Diese Mode gewordene Umarmer- und Küsschenverteilerei, wo übergriffige Manipulatösen und -töre mit ihrer Fleischschlinge andere Leute körperlich in Beschlag nehmen und zu Sympathiegrotesken nötigen, zeigt uns: diese Sozio-schwachmaten sind bloss zu faul, um nachhaltig zu lügen.
Raumkapsel mit Asche Verstorbener
Auf die Idee käme nicht mal der Musk: eine Rakete mit Urnen eingeäscherter Menschen zu beladen, ins All zu schießen und wieder zurück zu holen. Soll das eine persönliche Vorstellung bei der Himmelsverwaltung sein? Mit dabei: eine Portion Haschischsamen, mit Weiterflugticket zum Mars. Um zu sehen, obs dort wächst. Die Kiffer vom Raketen-Start-up denken offenbar permanent an die Absicherung ihrer Vorräte in der Zukunft, aber leider kam ihr Flugkörper nicht mehr zurück. Dafür ist Petrus jetzt völlig high und lässt alle rein.
Das Sonett wieder salonfähig?
Sonett vom Schaf
Das Schaf steht gern in seinem Essen
und auch in dem was daraus wird.
Es zupft und kaut so selbstvergessen,
die Zähne mahlen unbeirrt,
sie mahlen treu, sie mahlen brav
was vorne reinkommt bei dem Schaf.
Das geht durch den Verdauungsschlauch
und landet in des Schafes Speise,
egal. Die Zähne mahlens auch,
in immer grad derselben Weise,
den ganzen Tag, die ganze Nacht.
Das Schaf braucht keinen Zahnarzt nicht,
denn wenn das Schaf mal Zahnweh kricht,
dann wirds geschlacht.
Schikane Referendariat?
Viele angehende Lehrkräfte monieren die Ungerechtigkeiten im Berufsalltag von Referendaren. Sie beklagen die Undurchschaubarkeit der Bewertung ihrer Leistungen und fühlen sich bei schlechten Noten schikaniert. Aber wurden sie nicht schon vorher schikaniert? Als Schüler? Sie wurden mit guten Noten überhäuft, die eine völlig verdrehte Wahrnehmung der eigenen Leistung nach sich zog, weil die verbeamteten Notengeber sich nicht mehr trauen, die Wahrheit zu dokumentieren. Entweder weil der Schüler weiss,“wo mein Haus wohnt“, oder weil sie selber nichts mehr können, deswegen gabs ja auch die Vereinfachung der Rechtschreibung. Damit der Lehrer keine Fehler mehr anstreichen muss, dann siehts so aus als hätte er Unterricht erfolgreich durchgeführt. Jetzt kommen die Schikaneopfer selber in den Schuldienst und haben noch die Beule am Hinterkopf, da, wo man ihnen das Abitur nachgeworfen hat und klagen über eine Undurchschaubarkeit ihrer Benotung. Möglicherweise hat man ihnen die schlechte Note begründet, aber – logisch – sie haben die Begründung nicht kapiert und glauben deshalb, sie hätten keine erhalten. Und überhaupt, wer da ums Verrecken mitmachen will in so einem Pseudosystem – ist der nicht von der gleichen Sorte?
Der Duft der Frau als Dressurhilfe
Wie praktisch, wenn man weibliche Pheromone in der Apotheke kaufen könnte, das würde die Dressur der Männer erleichtern. Bloss woher wissen die angedufteten Männchen, wohin das urplötzliche erotscihe Verlangen zielt? Wenn sich die Frau morgens einsprüht und der Mann eine Affäre mit der Kaffekanne beginnt, haben die Pheromone zwar gewirkt, aber sicher nicht, wie beabsichtigt. Womöglich wird die Käsereibe eifersüchtig und es kommen Dinge ans Licht…
Die Affen rasen durch den Zoo: Nürnberg exekutiert Paviane
„Die Affen rasen durch den Wald / und einer macht den andern kalt“: schon im – inzwischen geächteten – Kinderlied wird auf die Folgen von Sozialstress bei Primaten hingewiesen, wenn sie sich bei der Erfüllung ihrer ehelichen Pflichten nicht beherrschen können und dann von den Folgen der Lust in den Wahnsinn getrieben werden. Wegen Überfüllung hat der Nürnberger Zoo nun ca. zehn Affen in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt, waidgerecht und leidensfrei. Daraufhin drangen Aktivisten in etwa derselben Menge in den Zoo ein, um die freigewordenen Affenstellen zu besetzen. Allerdings fielen alle Bewerber schon bei der Aufnahmeprüfung durch: minderwertige Kletterfähigkeiten, auch waren u.a. die Fangzähne zu kurz, sowie schlechte Ergebnisse beim Lausen. Eine Aktivistin benutzte unerlaubte chemische Hilfsmittel und klebte bereits an ihrer Stelle, konnte aber nach kurzer betriebsrechtlicher Intervention wieder freigestellt werden. Puh, Glück gehabt. Wenn das die neuen Affen geworden wären! Wie enttäuschend, besonders für unsere jungen Zoobesucher.