Bahn entschuldigt sich

Die Entschuldigungskultur bei der Bahn ist seit Jahren erfreulich hoch, aber die permanente Entschuldigerei per Lautsprecherdurchsagen am Bahnhof und im Zug stumpfen den Fahrgast ab. „Der Anschlusszug kann nicht erreicht werden, wir bitten um Entschuldigung.“ „Der IC hat 12 Minuten Verspätung, wir bitten um Entschuldigung.“ „Die Toiletten sind verstopft, wir bitten um Entschuldigung.“ Verständlich, denn diese Hyperinflation des um Verzeihungbittens geht einem schwer auf den Hyienebeutel. Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn will jetzt eine Entschuldigung der Bahn, für die schweren Verspätungen soeben. Die Bahn soll demnach so weitermachen, wie bisher. Wenn das alles ist, was der komische Fahrgastverband bewirkt, dann kann man diesen Verband in die Toilette stopfen, halt nein, dann kommts wieder zu stundenlangen Entschuldigungen, besser gleich den Hasen geben. Entschuldigung.

Wenn der Gag infantino wird

Wir kommen aus einer Zeit, da gabs noch kein Frauenfussball, das war unvorstellbar. Dann aber kam der Frauenfussball und Frauen konnten zeigen, dass sie genausogut Fussballspielen können wie viele Männer. Danach kamen die Paralympics, da können Menschen Höchstleistungen zeigen obwohl wichtige Körperteile fehlen. Wir kannten das bis dahin nur vom Frauenfussball. Gemerkt? Dieser Gag ist voll Infantino. Regelrecht pubertär. Never joke with names, ok, aber in der Pubertät muss man das dürfen. Und wenn der schon so heisst!

Der Waschbär und der Smart

Neulich zeigte uns eine gute Freundin in ihrem Merzedes (Smart) Wilhelmshafen plus Umgebung. Der Smart (Merzedes) war frischgekauft und fuhr einwandfrei, aber am Ende der Tour hatte er plötzlich einen lauten und aufdringlichen Brummton, der erst verschwand, als man den Motor abstellte. Das Gebrumme kam von vorne, und unser Vorschlag, doch mal die Motorklappe aufzumachen, wurde sachkundig korrigiert, dass beim Merzedes (Smart) der Motor hinten sitzt. Als man wieder startete, kehrte das Gebrumme nach kurzer Zeit zurück, genauso laut wie zuvor und unsere Bekannte bedauerte, dass sie kurz zuvor noch mit dem Smart (Merzedes) in der Waschanlage gewesen wäre. Unser Hinweis, ob dann da vielleicht ein Waschbär mitgekommen sei, wurde dennoch nicht verfolgt. Reingepasst hätte der ja, denn der Motor sitzt hinten beim Smart (Merzedes).

Iran will Maut für Hormus

Die Iranische Regierung erwägt eine Maut für die Strasse von Hormus, und liefert gleich die Erklärung, wozu: Für Umweltmassnahmen und Dienstleistungen. Hier kommt Deutschland ins Spiel. Wer hat die Kompetenz und die richtigen Leute für Maut und so Zeug? Wir. Andreas Scheuer von der CSU steht schon in den Startlöchern, ein ausgewiesener Fachmann für Strassenzölle. Der kann Maut wie kein zweiter und es gibt ja an der Strasse von Hormus noch einen Haufen anderer mautfähiger Staaten und staatsähnlicher Vereinigungen, wo unser Scheuer sein Konzept verwirklichen kann. In der Region um Hormus stören keine Gerichte oder Winkeladvokaten den wirtschaftlichen Fortschritt. Die Maut kann kommen und die Strasse von Hormus wird zur Autobahn von Hormus.

Erdachse verschoben wegen Grundwasserentnahme (?)

Dass der Mensch ein Virus ist und bloss Schaden anrichtet, war schon lange klar, aber dass er durch seine Wasserumverteilerei die Erdachse verschoben hat, will uns nicht einleuchten. Bzw. leuchtet ein, aber was soll daran so schlimm sein? Auf diesem Planeten haben sich im Lauf der Jahrmillionen ganze Ozeane umverteilt und trotzdem rotiert die Kugel noch. Wir erinnern uns vage an den Titel eines Songs aus der Mundorgel „Der Globus quietscht und eiert…“, ein Lied, das uns degenhardtverwöhnte Songinterpreten damals zu Lagerfeuerzeiten nicht sonderlich berührt hat und wenn wir heute recherchemässig youtuben und die Lieddarbietung sehen von so einem Batschkapptypen, der uns erstmal unnötig zulabert bevor er mit –  man muss es leider so sagen – minderwertigem Gitarreschrammeln den recht einfältigen Song abschruppt und -schrammelt, dann schalten wir schnell ab, holen die Klampfe raus und spielen das heute so gültige und unendlich stärkere Lied von Degenhardt „In den guten alten Zeiten“, und freuen uns auf die Liedstelle „und der Globus drehte sich nicht plötzlich rückwärts und im Kreis / doch man schaffte rüstig, bis es dann gelang, wie jeder weiss – und da war schluss mit jenen Zeiten…“

Räuber lassen nackten Mann zurück

Sie wollten Geld und bekamen nur Kleidung: In Gelsenkirchen konfiszierten Schuldeneintreiber bei einem Mann alles, was er auf dem Leib trug. Er rief aus einem Gebüsch um Hilfe und freundliche Anwohner schenkten ihm einen Jogginganzug, bevor die Polizei kam. Genaue Angaben konnte er nicht liefern, ausser, dass einer der Täter einen schwarzen Jogginganzug trug. Möglicherweise war dieser vorher in derselben Situation. Aber in schwarz? Naja, wems gefällt. Aber bei Nacht wird damit das Joggen gefährlich, man wird schlecht gesehen. Ob da im Gebüsch eine Tauschbörse entsteht für Joggingkleidung? Sinnvoll wärs.