Sekundenbildung der Grünen

17.8.15 Frau Löhrmann, Kultusministerin (Grüne) in NRW, hat die Arbeitszeit für Hausaufgaben wegen Überforderung der Schüler per Erlass nun sehr genau ausgerechnet. Schüler dürfen pro Woche und Fach nur jeweils 18,75 Minuten an Hausarbeiten arbeiten. Das reicht für viele gerade mal, das Buch aufzumachen. Löhrmann weist Kritik zurück: 18,75 Minuten seien immerhin 18 Minuten und 75 Sekunden. Für so eine Bildung braucht es nicht mal G8, da reicht G0,75. Deswegen hocken KultusministerInnen wohl so fest im Sattel: Sekundenkleber.

ABC-Schütze/in google

11.8.15 Google spaltet sich auf in Tochterfirmen und nennt sich „Alphabet“. Bald hat google noch mehr Anklickvideos und heisst dann „Analphabet“.
Wieso spricht man immer nur von Tochterfirmen? Hoffentlich klagt mal wer vor irgendeinem Gerichtshof wegen Diskriminierung der Sohnfirmen.

 

 

Es tickt wieder

10.8.15 So schlagzeilt die online Presse heute vormittag: „Wie wir Deutschen ticken“ (Stern) „So ticken wir Deutschen wirklich“ (Welt). Die Tickerei klingt nach Zeitbombe. Aber die ticken heutzutage nicht mehr. Genausowenig, wie die Lokomotive tschtschtsch macht. Trotzdem singen KITA-Gruppenführer immer noch: WIr fahren mit der Eisenbahn, tschtschtsch die Eisenbahn…Die Kinder singen einfach mit und nerven daheim das Elternteil mit „Was ist tschtschtsch?“ Da ticken muttersprachliche Zeitbomben.

KultusministerInnen atmen auf

4.8.15 Wissenschaftler haben eine sehr dünne Schicht aus Zinn hergestellt, nennen sie Stanen (Betonung auf en) und berichten, dass: „…Stanen tatsächlich äußerst viel versprechende Eigenschaften hat.“ Stanen hat also versprechende Eigenschaften und davon viel.
Man sieht, dass trotz Sprach- und Rechtschreibreform der Mensch noch dünnere Bretter bohren kann, als je zuvor.

Sind Muscheln die Fliegen des Meeres?

2.8.15 Jetzt sollen die Muscheln auf dem gefundenen Flugzeugteil zur Lösung des Rätsels beitragen. Mittels DNA-Untersuchung kann man die genaue Art und damit den ungefähren Herkunftsort der Organismen bestimmen. Die Methode kommt aus der Forensik, nur dort sind es die Fliegen.

Likerei-Krampf

1.8.15 Auf vielen Seiten des sozialen Netzwerks werden die Besucher um ein „like“ gebeten. Aus einer Art sozialem Pflichtgefühl heraus geben dann viele ihr like ab, ohne zu verstehen, wofür. Durch solche Zwangslikes verschwimmt der Wert von Internetdarbietungen und das Glump schwillt und schwallt immer weiter. Ob sich Qualität auch ohne soziales Vitamin B durchsetzt? Was bedeutet schon so ein „gefällt mir“, wenn man nicht weiss, wem genau. Und warum. Da könnt ja jeder kommen.