Paris: Bettwanzen im Kino vs. wanzenhafte Werbung

Man versucht den Artikel über die Kinowanzen fertig zu lesen, während rechts ein Weib herumtanzt und zappelt und irgendwas verkaufen will. Man schiebt den Bildschirm nach rechts, bis die Zappelei verschwindet, wobei die geschissene KI…sorry: KI den Bildschirm zweimal zurückschnappen lässt. Offenbar glaubt sie an ein Versehen des menschlichen Betrachters. Man scrollt den Artikel weiter und zack – jetzt taucht das Weib mitten im Text auf und zappelt und kreischt (ohne Ton) weiter auf den Leser ein. Zwar kleiner und wanzenhafter, aber genauso lästig. Seit Jahrzehnten funktioniert es offenbar, durch Steigerung von Belästigung die Menschen zum Zeugkaufen treiben zu können. Oder kaufen die Menschen Zeug – trotz Werbung? Inzwischen juckts uns überall. Wir sind endlich mit dem Artikel der Bettwanzen im Kino durch und fragen uns, ob da in Paris die Kinostühle als Bett verwendet wurden. Es heisst ja Bettwanzen und nicht Sesselwanzen. Immerhin wird inzwischen in Hotels gewarnt, Koffer nicht aufs Bett zu legen. Also gibt es eine Bettaffinität dieser Blutsauger, eine gerichtete Evolution aufgrund der Selektivität von Bettgeruch, Ausdünstung, Nachtschweiss…ach, wen juckts.

True Crime: Frauen stehen drauf

True Crime: eine Art Reality Format, wo ausgiebig erzählt und mimisch authentisch dargestellt wird. Es braucht Geduld und Werbespot-Resistenz, bis man da endlich mal auf den Punkt kommt. Jetzt haben Forscher herausgebracht, dass True Crime vor allem bei Frauen beliebt ist. Warum? Darüber rätseln die Forscher noch. Wir können es euch auch so sagen: Frauen schauen gern True Crime Formate, weil dort soviel gequatscht wird. Vielleicht auch bloss wegen der latenten Bereitschaft zum Stockholm-Syndrom.

KI-generiert: Wer merkts?

Die FAZ warnt vor KI generierten Fake-Bildern mittels Artikeltext und Anguckmaterial, aber wir selber sind noch des Lesens mächtig und finden im FAZ-Artikel das: „…die vermeidlichen KI-Bilder…“ Da warnt das ehemalige Bildungsbürgerflaggschiff FAZ vor künstlich erstellter Bildungsware und kann selber nicht mehr unterscheiden zwischen vermeintlich und vermeidbar. Es ist alles so selbstverstärkend: Wenn die neue Redakteurs-Generation halt selber nicht mehr lesen kann, wird KI logischerweise unvermeidlich…sorry, unvermeintlich…sorry, unvermeidbar.

Schon wieder: Phosphan in der Türkei

Der Einsatz von Chemiewaffen ist weltweit geächtet, aber Querdenker gibts eben überall, zb. in der Türkei: schon wieder hat ein braver Vater dort Phosphan freigesetzt. Natürlich rein beruflich und nur, um seine Familie zu ernähren, die derweil brav im Auto gewartet hat. Andere Familien sind jetzt im Krankenhaus, aber die eigene Familie geht über alles. Familiensinn – ein Querschläger der Evolution?

Wizz-Air: Passagiere rennen ihrem Flugzeug hinterher

Deutlicher lässt sich der Glaube an die Gestaltbarkeit von Wirklichkeit kaum zeigen: Erst zu spät kommen, dann den Notknopf einschlagen und dem startenden Flugzeug nachlaufen. Wenn die durchgehalten hätten, wären sie auch so nach Bukarest gekommen. Solange es sich nur um Passagiere handelt und nicht etwa um die Piloten, gehts ja noch und war vielleicht sogar ein Werbegag: die Linie heisst nicht umsonst Wizz-Air.

Klimagipfel soeben verdampft

Soeben hat sich in Brasilien der Klimagipfel in Luft aufgelöst, im wahrsten Sinne: Wieder wurden zig hunderttausend Tonnen Kerosin in die Atmosphäre geblasen, damit die werten Hinterteile der Teilnehmer hin- und wieder zurückkatapultiert werden konnten. Warum machen die keine Videokonferenz? Glauben die, die Abgase von Gutmenschen sind harmloser?