KI löst Fachkräftemangel im Supermarkt

Fachkräfte an der Kasse: Lebende Verkaufspersonen werden immer seltener, die Supermärkte bangen um ihre Geschäftsfähigkeit, aber wir glauben an die KI. Bald hockt da vorn bloss ein Bildschirm und bei jedem Stück, das man aufs Laufband legt, fragt der: „Brauchen sie das wirklich?“ und man trägt einfach alles wieder zurück. Entschuldigung, kann ich mal vorbei…danke, danke…

Wasch dich Seifenkult

Wasche dich damit jeden Morgen und Frauen werden dich anhimmeln. So preist man ein Stück Seife an, und unser Forscher erklärt den Grund: Seife und Waschlappen sind Garant für echte Sauberkeit nach dem Prinzip der Mechanik, man kommt aktiv in die Zwischenräume. Die Duscherei ist für Faule, Denkfaule, Angefaulte etc.. Für sowas würden auch wir Werbung machen, nur täten wir den Slogan verkürzen: Weg mit dem „damit“. „Wasch dich jeden Morgen…“ das reicht schon fürs Anhimmeln.

Wies’n verbot für „Grüne“?

Es gibt sie noch, die Winzparteien, die genetischen Isolate von Denkkultur auf dem Niveau der Humusschicht, die politischen Larvenstadien, die in ihren ökologischen Nischen lern- und erkenntnisfrei herumvegetieren und ab und zu den Mist über den Rand kippen. Die Bayernpartei fordert soeben ein Betretungs-Verbot für Grüne auf dem Volksfest „Wies’n“. Geht überhaupt ein Grüner auf so ein event? Wie will man das feststellen? Man siehts einem Grünen ja nicht an. Was soll an einem Wies’n Verbot schlimm sein? Wer freiwillig an solch einem überteuerten und strunzendummen Gröl- und Kotzfestival teilnimmt, kann sowieso keiner Grüner sein, Grün im Sinne von eigenes Denk- und Urteilsvermögen. Ok, vielleicht ein bayrischer Grüner. Der seine Joghurtbecherdeckel spült, der mit dem SUV zum Krötentragen fährt, wobei er schon bei der Anreise die Hälfte von denen in den Asphalt drückt, geschweige denn mit seinem fetten CO2-Abdruck die Ressourcen für alle zurückschraubt. Aber wer ein Wies’n-Verbot erwägt, ist standhaft im Glauben an alte Werte und hält die Wies’n für etwas Religiöses, für die womöglich höchste Manifestierung von göttlicher Transzendez – und ja, da könnte was dran sein: Je unverstehbarer das religiöse Zeremonial, umso tiefer der Ausdruck von Demut gegenüber der Unverstehbarkeit des Allmächtigen. Ok! Wies’n Verbot für die sackrischen Grünen! Raus mit euch, zurück in die Ehehölle in eurem überteuerten Münchner Mietloch, ihr Sackramentskrippel!

Glücksgefühle vs. echtes Leben

Ausgeladene Künstler beim Hockenheimer Glücksgefühle-Festival, dann reumütig zurückgebeten – obs hilft? Nachträglich erkennen immer mehr Stars wie Jenny Elvers, dass ein Festival unter dem Motto „Glücksgefühle“ offenbar nur mit diktaturähnlichen Methoden durchgeführt werden kann und treten zurück. Überhaupt, wer hat sich den Namen ausgedacht? Das Glück als solches sagt erstmal nix aus und ist von der Definiton der Person abhängig, die den Begriff pseudo-hoheitlich adoptiert hat. Das ist wie mit der gefühlten Temperatur: „30 Grad – gefühlt 33“ da befiehlt dir König Kachelmann, wie du 30 Grad zu fühlen hast, auch wenn du sie wie 29 Grad zu fühlen pflegst. Der Glücksatlas ist ein ähnlich übergriffiges Produkt. Hier werden Regionen und Städte als besonders glücklich aufgelistet. Wehe, wer da vor Ort nicht glücklich ist. Man hat nachgeforscht und konnte signifikante Parallelen finden von hohem Glückslevel der Region proportional zum Alkoholverbrauch pro Kopf. Achsooo – ja dann. Glück auf! Auf Ex.

Carolina Wilga: Lob an junge Frau

Wir, die wir permanent der Jugend ihre Opferrolle der Digitalisierung unter die gepiercten Nasen reiben, müssen heute ein Signal tiefer Anerkennung und Respekt vor einer jungen Frau senden. Wir sind beim Überfliegen des Artikels über Carolina Wilga an der Stelle gelandet, wo sie berichtet, trotz fürchterlicher Kälte im australischen Outback kein Feuer gemacht zu haben, wegen der Waldbrandgefaht. Das hat uns schon gereicht. Wie supergut und total mitgedacht! Auf die Feuerwärme verzichten wegen Trockenheit und Waldbrandgefahr!  Wir haben bei unseren Kajakcamps am oberen Allier in unserer Sportstudentenzeit morgens den Rauhreif von den Schlafsäcken gebröselt und zum Glück Feuer machen dürfen, bevor wir in den gefrorenen Neopren gestiegen sind. Wir ahnen, was diese Tapfere hat aushalten müssen! Während ein testosteröser Globetrotter-Zipfel auf La Palma den halben Wald niederbrennt, weil er sein Klopapier beseitigen will…Männer, nehmt eure Griffel vom Ruder. Frauen an die Macht.

Weib hockt sich auf Schildkröte: Gleichberechtigung

Frau an sich: Was im Frauenkabarett früher gern den sog. Männern aufs Brot geschmiert wurde, nämlich die geschlechtsbedingte Doofheit, kommt jetzt als Bumerang zurück. Aber warum auch nicht. Gleiches Recht auf Dummheit und ganz offensichtlich sind sie auch nicht klüger. Das beruhigt. Wenn die deutsche Verteidigungsministerin Lambrecht ihr eigen Fleisch und Blut im Bundes-Heli durch die Gegend fliegen darf, dann darf sich auch ein weibliches Mitglied des Volkskörpers mitsamt Kind aufs Schildkrötenkarussell hocken. Ob so jemand auch einen Wal retten würde? Oder wenigstens bisschen drauf reiten? Mit Kind?