Man vers
ucht den Artikel über die Kinowanzen fertig zu lesen, während rechts ein Weib herumtanzt und zappelt und irgendwas verkaufen will. Man schiebt den Bildschirm nach rechts, bis die Zappelei verschwindet, wobei die geschissene KI…sorry: KI den Bildschirm zweimal zurückschnappen lässt. Offenbar glaubt sie an ein Versehen des menschlichen Betrachters. Man scrollt den Artikel
weiter und zack – jetzt taucht das Weib mitten im Text auf und zappelt und kreischt (ohne Ton) weiter auf den Leser ein. Zwar kleiner und wanzenhafter, aber genauso lästig. Seit Jahrzehnten funktioniert es offenbar, durch Steigerung von Belästigung die Menschen zum Zeugkaufen treiben zu können. Oder kaufen die Menschen Zeug – trotz Werbung? Inzwischen juckts uns überall. Wir sind endlich mit dem Artikel der Bettwanzen im Kino durch und fragen uns, ob da in Paris die Kinostühle als Bett verwendet wurden. Es heisst ja Bettwanzen und nicht Sesselwanzen. Immerhin wird inzwischen in Hotels gewarnt, Koffer nicht aufs Bett zu legen. Also gibt es eine Bettaffinität dieser Blutsauger, eine gerichtete Evolution aufgrund der Selektivität von Bettgeruch, Ausdünstung, Nachtschweiss…ach, wen juckts.
