Cher sei die einzige Frau, die er in seinem Leben ernst genommen habe – mit dieser Respektbezeugung gegenüber
Weiblichkeit soll sich laut Presse T. Gottschalk „berechtigterweise“ Buhrufe eingehandelt haben – jetzt zeigt einer mal Respekt und dann ist es wieder nichts. Wir haben das Kleid von Gottschalks ebenfalls anwesender Ehefrau betrachtet und staunen ob der Kunstfertigkeit, mit der sich das Kleid in perfektem Gefältel auf den Bühnenboden hinbreitet. Tuchmassen, die mit Körperhülle nur entfernt zu tun haben, wellen sich da fittichgleich auf dem Teppich, als wollten sie sich und den umhüllten Mensch in die Lüfte schwingen, aber es reicht nur zum Hinspreizen auf Zehennagelhöhe. Da fragt man sich: wer war zuerst da, das Kleid oder die Frau? Und wen oder was von beidem kann und soll ein Gottschalk ernster nehmen?
