Fabian Ritter heisst der Oberwalflüsterer, der vor knapp einem Jahr
ein Walbuch herausgebracht hat, rein zufällig vor der Erscheinung von Buckelwal Timmy.
Da kann er nun wirklich nichts dafür. Zwar vermenschlichen heutzutage sog. Wissenschaftler unser Weltbild vom Tier an sich, aber dass wir den Walen so ähnlich sein sollen, ist schon eine gewagte Theorie: auf der einen Seite Intelligenz, Empathiefähigkeit, Verantwortung für den eigenen Lebensraum, und auf der anderen Seite der Mensch. Aber vielleicht ist was dran; immerhin fahren unsere Walsympathieträger auch solche Autos, gross wie ein Wal und singen können sie manchmal auch. Die Autos. Die Rostocker Polizei meldet, dass eine Menschenkette gebildet wurde, wollten die das Tier von Hand wegziehen? Allerdings verlief die Kette quer, anstatt längs zum Wal hin, also Empathie ja, Intelligenz eher unklar. Eine Frau sprang von der Fähre und schwamm Richtung Wal, was wollte die da? Kuscheln? Ins Gewissen rede
n? Mit Liebesentzug drohen, wenn er nicht bald weiterschwimmt? Intelligenz, Empathie, alles tolle Eigenschaften. Wann erreichen sie den Menschen? Eventmanager erwägen bereits die Rettung von Walen vor Publikum, zur Durchführung beauftragt werden Japanische Walforschungskonzerne. Die KI hat inzwischen neue Tonaufnahmen von Walgesängen übersetzt, Ergebnis: „Er heisst Georg, nicht Timmy, ihr Trottel!“
