Leugner als neuer Status

Wenn man etwas nicht kapiert hat, erhebt man sich heute in den Status des Leugners. Leugner klingt ein bisschen nach Häretiker, nach jemandem, der zu einer eigenen Überzeugung gelangt ist und sogar dem Papst die Stirn bietet. Persönlichkeit ist ein rares Gut geworden, sowas hätte heute jeder gern. Dann eben Leugner. Den Seelenarmen gehört das Himmelreich, sagt die Schrift, doch was nutzt das Handywischern, die nicht lesen können? Also fast allen? Seelenlos ziehen sie durch die Welt und schlüpfen in rostige Denkhülsen, wie die Krabbe am Meeresboden, damit der weiche Keks geschützt sein möge. Hauptsache, dazugehören. Wer den Klimawandel nicht geschnallt hat, der leugnet ihn und schon gehört er zu der Gruppe der Leugner. Er legt Zeugnis ab wider die menschgemachte Störung der CO2-Bilanz der Photosynthese, obwohl er gar nicht weiss, um was es da geht. Aber was heisst schon Zeugnis. Auch Rechtschreibleugner haben Abitur.

Touristen unerwünscht

Wie sich inzwischen manche Destinationen gegen eine der Eiterbeulen der Demokratie, den Masentourismus, sorry Maserntouri…sorry, Massentourismus wehren, liest man beim „Standard
Von Lanzarote bis Bali haben die örtlichen Tourismusgewinnler kapiert, dass der Besitz eines SUV oder anderen Statussymbols bloss völliger Quatsch ist und Ruhe und Sicherheit ungleich wertvollere Konsumgüter sind. Auf Santorin dürfen Reisende, die schwerer sind als 100 Kilo, auf keinem Esel mehr reiten. Wir schlagen vor: Massen-Touristen*innen mit mehr als hundert Kilo Masse müssen den Esel auf sich reiten lassen. Noch mehr Tips und Tricks zum Eindämmen des Menschendrecks hier in Bälde, wenn es heisst: JETZT KOMMT DER TOURRISTENFÜHRRERR! Der Darsteller ist gefunden, aber die Visagistin arbeitet noch an der Schwarzfärbung einer Zahnbürste für den Schnurrbart und das Hauptproblem wird der Haar-Scheitel. „Haare? Welche Haare?“ fragt die Visagistin. Frechheit. Fristlose Entlassung. Die Zahnbürste kann sowieso weiss bleiben. Es heisst ja: Alte weisse Männer.

 

 

G. Paltrow: gute Küsserei im Arbeitszeugnis

Wen es interessiert: Brad Pitt und Ben Affleck(!) werden von G. Paltros als „gute Küsser“ bezeichnet – naja. Aber die Frage, mit welchem der beiden der Sex besser war, so zu beantworten: „Und dann war Ben technisch hervorragend“ – da leck mich doch der Aff! So nicht, Frau Paltrow! Hier hätte die Auskunft kommen müssen: „Brad hat sich zu unserer vollsten Zufriedenheit bemüht“. „Ben war unser bester Techniker, schade dass er geht.“ Dann hätte Brad Pitt eine Klage geprüft, weil er das „stets“ vermisse: „Stets zur vollsten Zufriedenheit“ usw.
Der Welt des Rechts entging hier ein Zig Millionen Umsatz.

 

Gerhard Schröders Büro

Alt -„ausseh“- Kanzler Gerhard Schröder will dringend sein Büro im Bundestag behalten. Wieso? Hält er es zuhause nicht mehr aus?

N-Wort Faschisten

Die Verdrängerei, die verdruckte Vergesserei, das Weggucken – das haben schon die Grosseltern von uns Älteren praktiziert. So konnte das dritte Reich entstehen. Hinterher haben sie gesagt: Wir haben von nichts gewusst. Die Taktik erlaubt ein bequemes Weiter-So. Schwerpunkt auf „bequem“. Sie  findet sich heute wieder bei unseren Toleranzaposteln mit ihrer Ausradierung von Worten, wie M-ohrenstraße, M-ohrenapotheke* etc. Dafür schaffen sie dann Begriffe wie „N-Wort“, „F-Wort“, „M-Wort“ usw. So entstehen Diktaturen. Diesmal aber die guten Diktaturen, behaupten die Toleranzapostel. Wenn später jemand fragt, wofür das N-Wort stand, sagt man einfach: Wir haben von nichts gewusst.
*Vorschlag: Mohrenapotheke umbenennen in „Ohrenapotheke mit M“, das klingt nach alten humanmedizinischen Trophäen aus dem fernen Süden…halt, die müssten Annalena&Claudia heute ja zurückfliegen. Kritisch wg. Klimaschutz!