Handschlagverweigerung aus Gewissensgründen

26. 6. 2016 Ein Schweizer Gericht hat nun einer Lehrerin Recht gegeben, die auf einem Handschlag bestanden hat, obwohl der Mann den Handschlag aus Gewissensgründen verweigerte. Allerdings wird auch in der Schweiz besonders von weiblicher Seite oft die Fähigkeit der Männer kritisiert, in der freien Natur ihr kleines Geschäft verrichten zu können – fern von Waschbecken und Trocknergebläse. Wie entscheiden Schweizer Gerichte, wenn Frauen ihrerseits den Handschlag aus hygienischen Gründen verweigern? Und darf unser Bundesfussball-Jogi diesseits der Grenze auf einem Handschlag bestehen, auch wenn er sich gerade gekratzt hat?

Wirtschaftswissenschaft und Spieltheorie

26. 6. 2016 Viele schauen bang auf den Kursverlust von Pfund und Euro. Wenn die eigene Währung sinkt, werden die Güter für die anderen billiger. Dann steigt doch der Export, oder? Draghi hatte die Zinsen gesenkt als Impuls für die Wirtschaft, sogar bis ins Minus, aber so tief hätte der Draghi die Zinsen gar nicht senken können, wie der Brexit-Impuls jetzt wirkt. Wenn Wirtschaftswissenschaft funktioniert, müsste morgen am Montag der DAX deutlich steigen. Ansonsten kann man auch Lotto studieren.

Referendum wie die Nacht

25. 6.1016 Nachdem im Autoradio die Moderatorin gestern so begeistert permanent das Wortspiel „Referendum gelaufen“ verwendet hat, erwarten wir für die nächsten Tage Variationen, wie referenbrunzdum, referensaudum, referendumdum, referenriegeldum referendum wie Brot.

 

Inschenjöre versahgen

22. 6. 2017 Einstürzende Brücken, bröckelnder Strassenbelag, Rückrufaktionen bei Autos – die Folgen von PISA und Masterstudium machen sich bei Ingenieuren inzwischen bemerkbar. Man kann nur hoffen, dass der Atombachelor nicht auf seinem Handy herumrubbelt, wenn er im Kernkraftwerk die Brennstäbe austauscht.

Fussball und Randale

21. 6. 2016 Für Randale mussten früher zwei grosse Rechtfertigungen herhalten: entweder die Religion oder der Chromosomensatz, heute reicht schon ein Fussballclub.

 

Papst: entzückende Enzyklika

20. 6. 2016 Der Papst erklärte soeben eine Vielzahl der kirchlich geschlossenen Ehen für ungültig, weil die Heirater gar nicht wissen, was sie sagen: ihr Jawort sei ohne Bewusstsein dahingeplappert. Ja Kruzifix, dieser Papst hat Recht! Das ist ja genau mein Thema, seit Jahren: die echten Heiratsschwindler sind die, die tatsächlich heiraten. Damit sie hupend im Merzedes durch die Innenstadt fahren dürfen. Nach katholischem Recht sei eine Ehe ungültig, wenn von vornherein die Zeugung von Kindern ausgeschlossen werde. Aber dann muss andersrum endlich auch eine Ehe katholische Gültigkeit erlangen, wo wenigstens der feste Vorsatz zur Zeugung von Kindern besteht, trotz scheinbarer biologischer Unvereinbarkeit. Eine gespendete Eizelle kann möglicherweise bald im Zwerchfell ausgetragen werden, oder in einer Nebenhöhle. Oder in der Einkaufstasche. Kirchliche Ehe ungültig