Harald Schmidt: fake Existenz?

Wer die tägliche Videokolumne von Harald Schmidt auf Spiegel plus guckt, wird feststellen, dass der Mann fast täglich auf Reisen ist, in Flughäfen herumrollert, auf Fähren hockt und auf Meeren oder Seen herumzuckelt, am Strand, in Touristenmagnetmetropolen das Köfferchen übers Kopfsteinpflaster zieht: Dieser Typ ist ja nie zuhause. Der ist doch kein Aussenminister, der hat doch einen Arsch voll Kinder, noch dazu ein ganz junges. Managt die Mutter alles im Alleingang? Oder – und jetzt keimt ein Verdacht…könnte das sein? ist die Familienstory von H. Schmidt nur fake? Ein von langer Hand aufgebauter Scheinlebenslauf? Die Fassade des familiengründenden katholischen Hetero mit Alimentenhintergrund wirkt dermassen normal, dass die während der Hauptwirkphase Schmidts immer noch prüden Medieninstanzen keinen Verdacht schöpfen konnten. So gelang es einem zweifellos hochtalentierten Kulturlaberer, Karriere zu machen. Und seiner Agentur viele Millionen einzuspielen. Aber nein. Dann wäre ja überhaupt nichts mehr glaubhaft. Wahrscheinlich ist die Frau vom Schmidt nur froh, dass der Kerl aus dem Haus ist.

Grosse Koalition USA-Russland, oder: War Jesus blond?

Donald Trump gilt als unbeliebt bei Pharisäern, Geldwechslern und Bessermenschen. Warum eigentlich? In Zeiten des Kalten Krieges fürchteten sich alle vor dem atomaren Overkill. Als würde ein einziges Mal nicht reichen. Abrüstungsromantiker forderten die Verschrottung von Atomwaffen. An die naheliegende Strategie der Vereinigung hat niemand gedacht: Wenn schon keiner das Zeug hergeben will, dann legt man einfach zusammen, trinkt Brüderschaft und die Welt wird sicherer. Jetzt hat offenbar einer es geschafft, die beiden Overkillmächte zu neutralisieren durch Vereinigung. In aller Stille, sonst hätte der Aufschrei der Gutmenschen alles zerstört. Trump hat die Grosse Koalition USA und Russland zustande gebracht. Wird es ihm gedankt? Wer sagt denn, dass Jesus bei seiner Wiederkunft lange braune Haare hat? War Jesus blond?

Schwesterpartei

Zum (absehbar) noch mal gut gegangenen Politdebakel zwischen CDU und CSU lässt die Presse die Stimme des Volkes hörbar werden: „Ein solcher Umgang mit der Schwesterpartei, das ist nicht christlich.“ meint eine Einwohnerin Bayerns mit gefühlter Deutungshoheit für christliche Werte. Moment mal. In der Bibel heisst es: „Du sollst Vater und Mutter ehren“, von Schwester steht da nichts. Womöglich findet man dazu etwas in den Apokryphen, denn woher kommt denn der traditionelle Impuls, der heute noch Onkels und Cousins auf den Plan ruft, wenn die Schwester eine Abkürzung nimmt vom Weg der Tugend? Wie sang schon Fredl Fesl: „Madl is luthrisch wor’n, was sagst jetzt da, fallera, miass ma’s halt wieder katholisch macha.“

Hilfe für die Jungen in der Höhle von Thailand

Es hat sich herumgesprochen, dass in Thailand ein Gruppe minderjähriger Jungen in einer Höhle eingeschlossen ist. Elon Musk will helfen, und auch jene Reiseveranstalter haben das Geschäftsmodell erkannt, die wegen solcher Jungen ihre Kundschaft nach Thailand fliegen. Man will die Höhle wohntauglich machen und einen semipermeabeln Zugang einrichten, Saunen einbauen und zu sanfter Musik Cocktails kommen lassen. Und wenn die Burschen nicht spuren, werden die Pumpen abgestellt. Höhlenjungs

Die Mannschaft und Das Land

Die Gemeinsamkeit zwischen Die Mannschaft und Das Land sind augenfällig. Ohne Die Mannschaft läuft die Fussball WM weiter wie zuvor, so wie Das Land ohne Regierung. Als Das Land keine Regierung hatte, zwischen September und Neuzeit, funktionierte alles wie gewohnt, ja gefühlt sogar besser, weil keiner mehr hinschauen musste. Ohne Die Mannschaft funktioniert Das Land sogar ohne Fähnchen. Wo sind eigentlich die Fähnchen geblieben? Was sind denn das für Patrioten!?

Kein Ruhestand für RAF-Rentner

Ehemalige Mitglieder der RAF werden auch heute noch bei Banküberfällen aktiv. Das Rentenniveau bei der RAF ist offenbar so niedrig, dass eine berufliche Tätigkeit zur Sicherung des Lebensunterhalts auch im Rentenalter notwendig ist. RAF-Rentner
Das Arbeitsgerät lagert in Erddepots aus RAF-Zeiten und ist dennoch funktionsfähiger als das Material der Bundeswehr. Allein dieser Umstand könnte das „Schweine-System“ (Zitat RAF) entlarven, aber die Presse kapiert den Zusammenhang nicht. Zum Glück. Zu der beruflichen Perspektive bei Organisationen wie der RAF kann man stehen wie man will, aber wenigstens muss bei denen kein ehemaliges Mitglied in öffentlichen Abfalleimern wühlen, um satt zu werden.