Es tickt wieder

10.8.15 So schlagzeilt die online Presse heute vormittag: „Wie wir Deutschen ticken“ (Stern) „So ticken wir Deutschen wirklich“ (Welt). Die Tickerei klingt nach Zeitbombe. Aber die ticken heutzutage nicht mehr. Genausowenig, wie die Lokomotive tschtschtsch macht. Trotzdem singen KITA-Gruppenführer immer noch: WIr fahren mit der Eisenbahn, tschtschtsch die Eisenbahn…Die Kinder singen einfach mit und nerven daheim das Elternteil mit „Was ist tschtschtsch?“ Da ticken muttersprachliche Zeitbomben.

KultusministerInnen atmen auf

4.8.15 Wissenschaftler haben eine sehr dünne Schicht aus Zinn hergestellt, nennen sie Stanen (Betonung auf en) und berichten, dass: „…Stanen tatsächlich äußerst viel versprechende Eigenschaften hat.“ Stanen hat also versprechende Eigenschaften und davon viel.
Man sieht, dass trotz Sprach- und Rechtschreibreform der Mensch noch dünnere Bretter bohren kann, als je zuvor.

Sind Muscheln die Fliegen des Meeres?

2.8.15 Jetzt sollen die Muscheln auf dem gefundenen Flugzeugteil zur Lösung des Rätsels beitragen. Mittels DNA-Untersuchung kann man die genaue Art und damit den ungefähren Herkunftsort der Organismen bestimmen. Die Methode kommt aus der Forensik, nur dort sind es die Fliegen.

Likerei-Krampf

1.8.15 Auf vielen Seiten des sozialen Netzwerks werden die Besucher um ein „like“ gebeten. Aus einer Art sozialem Pflichtgefühl heraus geben dann viele ihr like ab, ohne zu verstehen, wofür. Durch solche Zwangslikes verschwimmt der Wert von Internetdarbietungen und das Glump schwillt und schwallt immer weiter. Ob sich Qualität auch ohne soziales Vitamin B durchsetzt? Was bedeutet schon so ein „gefällt mir“, wenn man nicht weiss, wem genau. Und warum. Da könnt ja jeder kommen.

Lösung des Griechenlanddilemmas schon 1999 vorgelegt

25.7.2015 „Wenn sämtliche Schulden gelöscht sind, fangen wir alle wieder bei Null an.“ Um ca. 1′:55“ in „Fight Club“, dem sehr guten Film mit Brad Pitt und Edward Norton aus dem Jahr 1999. Regie: David Fincher.

 

Informationssteuerung und Crystal Meth

24.7.15 Viele glauben, Crystal Meth sei die Droge der Perspektivlosen. Aber dass auch Leistungsträger der Gesellschaft betroffen sind, beweist Michael Hartmann, Bundestagsabgeordneter der SPD. Er gab zu, dass er die Droge einen Monat lang konsumiert hat, aber ausschliesslich aus Gründen der Leistungssteigerung. Er habe die Droge wieder abgesetzt und sei nicht abhängig. Wen interessiert das denn? Was die Menschen interessiert: hat es was genutzt? Und wie sieht es jetzt aus, ohne Droge? Kommt da von der SPD bloss noch die halbe Leistung?